SAGS - Stress, Alter, Gesundheit und Sucht

Stress

"Magengeschwüre bekommt man nicht von dem, was man ißt, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird." (Lady Mary Worthy Montagu, engl. Schriftstellerin)

Stress ist mittlerweile zu einem plakativen Modewort geworden. Dabei ist der Begriff uralt (aus dem Lateinischen "strictus", für "angezogen, stramm oder gespannt"). Er beschreibt eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr von außen: das körpereigene Nervensystem veranlasst die Nebennieren Stresshormone (z. B. Adrenalin oder Cortisol) ins Blut abzugeben, die zur Beschleunigung des Herzschlages, Anstieg des Blutdrucks, Atembeschleunigung und erhöhte Muskelspannung führen.

Wenn eine äußere Bedrohung (z. B. ein Überfall) vorliegt, ein ausgeklügeltes System uns selbst zu schützen und Kräfte zu mobilisieren. Im Prinzip ein seit Urzeiten angelegtes Gefahrenabwehrprogramm. Wenn eine übermäßige Beanspruchung den Körper allerdings in permanenten Alarmzustand versetzt und der Anspannung keine Entspannung folgt, kann es zur körperlichen oder seelischen Verspannung kommen. So kippt der positive, stimulierende Stress (Eustress) in den hemmenden, leistungsmindernden Stress (Distress). Das Resultat sind innere Unruhe, Gereiztheit und Schlafstörungen bis zur völligen Erschöpfung.

In der heutigen Arbeitswelt gilt es also nicht allein Zahlen, Daten und Betriebsabläufe zu managen, sondern ein Selbstmanagement zu implementieren. Aus der Sportmedizin ist bekannt, dass ein Leistungssportler durch ein permanent überzogenes Trainingspensum langfristig nicht mehr zu Höchstleistungen fähig ist. Schulen sie mit uns ihre "innere Kommunikation" und lernen sie auf ihren Körper zu hören!

Wir helfen ihnen dabei!

Alter

"Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird" (Ursula Lehr, Ärztin für Altersmedizin)

Qualifiziertes Personal wird knapp. Das erkennen zunehmend insbesondere führende und erfolgreiche Betriebe. Ein entscheidender Grund: der demographische Wandel und damit verbunden eine Verschiebung des Durchschnittsalters in der Belegschaft nach oben. In absehbarer Zukunft wird dies zwangsläufig zu einem Paradigmenwechsel führen: unsere Perspektive wird sich vom defizitorientierten zum ressourcenorientierten Denken verändern müssen. Die Personalentwicklung des älteren Arbeitnehmers darf sich in Zukunft nicht allein auf Alterszeit- und Abfindungsregelungen beschränken, vielmehr muß ein "gesundes Älter werden" am Arbeitsplatz das Ziel sein.

Es gibt vieles, was "unsere Alten" gut können, zum Teil sogar besser als die Jungen! Lassen sie uns gemeinsam das "Thema Alter" für die Arbeitswelt neu entdecken und positiv neu definieren.

Es lohnt sich!

Gesundheit

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind mit Abstand die häufigsten Todesursachen. Über 250.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt. Während die Zahl der tödlichen Infarkte sinkt, sterben heute viele Menschen an anderen Folgen der Gefäßverkalkungen: Das Herz schlägt nicht mehr normal (Rhythmusstörungen), es ist ausgelaugt und überdehnt (Herzinsuffizienz) oder seine Klappen sind defekt (Klappenkrankheit). Nicht nur am Herzen kommt es zu diesen Verkalkungen. Auch weitere Gefäße des Körpers sind von diesen Veränderungen betroffen. Es kommt zu Durchblutungsstörungen in den Beinen (Schaufensterkrankheit) oder  im  Gehirn (Schlaganfall). Durch einen gesunden Lebensstil könnten diese Erkrankungen, zum einen persönlich vermieden werden und zum anderen auch betriebsbedingte Kosten durch Arbeitsunfähigkeiten einsparen helfen.

„Wo aber mit den Lebensstiländerungen anfangen?“ „Es ist leichter, alte lieb gewonnene Gewohnheiten beizubehalten, als Neues zu erlernen!“

Leichter funktioniert dies, wenn die Vorteile der angestrebten Veränderungen erkannt und das Wissen und die Hintergründe dazu vermittelt werden. Wer weiß schon, dass viele Cholesterinsenker auch schädlich für das Herz sein können?

Wir vermitteln Ihnen diese Zusammenhänge und motivieren zu einer gesunden Lebensführung. Denn wer kann dies besser leisten, als die Fachleute - die Ärzte - die sich schon immer mit  Körper und Gesundheit auseinandergesetzt haben?

Sucht

„Für mich nur Wasser. Wer sich traut, diesen Satz auf einer feuchtfröhlichen Veranstaltung auszusprechen, muss mit schiefen Blicken rechnen. Keine Frage, der Alkoholgenuss gehört in unseren Breiten zur „Kultur“. Er macht locker, humorvoll und attraktiver. Oder doch nicht?

Wissenschaftler aus Grenoble belegten unlängst in einer Studie:“ Die Schönheit liegt im Auge des Biertrinkers“. Testpersonen fanden sich attraktiver und humorvoller, je mehr Alkohol sie tranken. Dennoch hat dieser Effekt nichts mit dem Alkohol zu tun, sondern geht vielmehr auf die Vorstellung zurück, welche die Menschen mit Alkohol verbinden. Denn die Testpersonen der Studie, die glaubten, sie tränken Alkohol, obwohl ihr zu testendes Getränk gar keinen enthielt, hielten sich ebenfalls für besonders verführerisch. Das heißt, daß die Tatsache zu glauben, man habe Alkohol getrunken, dazu führt, sich attraktiver zu finden.

Dennoch bleibt der Alkoholkonsum mit einem pro Kopf Verbrauch von fast 10 Litern auf hohem Niveau. Wohlgemerkt sind dabei alle eingerechnet: vom Baby bis zum Greis. Das riskante Konsumverhalten nimmt immer mehr zu und führt bei manchen Menschen in eine Abhänigkeitserkrankung.

Aber Alkohol als „Droge Nummer eins“ bleibt nicht alleine als Suchtstoff. Längst hat sich auch die Internet- oder Automatensucht etabliert. Unlängst teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Frau Mechthild Dyckmans (FDP) mit, daß „Ärzte in Betrieben vermehrt das Thema auch ansprechen sollen, denn Mediziner seien häufig die ersten Ansprechpartner für suchtgefährdete Menschen“. Wer aber ist suchtgefährdet? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen gemeinsam erörtern, denn Sucht hat viele Facetten!